Klavier

An der Tastenschule Kiel kannst du die verschiedenen Möglichkeiten auf Klavier und E-Piano, lernen – ob es Spiel nach Noten, Improvisation, Songbegleitung oder eigene Stücke sein sollen.
Pop-Piano, Jazz-Piano, Blues-/Boogie-Piano und klassisches Klavier:
Wir beschäftigen uns mit Spieltechnik, Gehörbildung und Musiklehre aus der Praxis heraus und machen nicht nur schöde Theorie.
Vor allen Dingen steht die Freude am Spielen im Vordergrund.

Eine Frage, die sich immer wieder stellt: Reicht ein E-Piano aus, um richtig Klavier spielen zu lernen?
Meine Antwort lautet ganz klar: Ja, es reicht aus!

Zur ersten Orientierung hier mein Video über elektrische Klaviere:

Pop-Piano

Jazz-Piano

Klassisches Klavier

Klavierunterricht heute: von Klassik bis New Classical

Klavierunterricht bedeutet heute weit mehr als nur klassische Klavierliteratur vergangener Jahrhunderte. Natürlich gehören Komponisten wie Bach, Mozart, Beethoven, Chopin oder Debussy weiterhin zu den Grundlagen des Klavierspiels. Gleichzeitig interessieren sich viele Schülerinnen und Schüler heute für moderne Klaviermusik, Filmmusik, Minimal Music und sogenannte New-Classical- oder Post-Classical-Stile. Genau hier setzt zeitgemäßer Klavierunterricht an: Er verbindet Technik, Ausdruck, Gehörbildung und musikalisches Verständnis mit dem Repertoire, das Menschen heute wirklich hören und spielen möchten.

Im Bereich der zeitgenössischen Klaviermusik spielen Komponisten wie Philip Glass, Steve Reich, Arvo Pärt und John Adams eine zentrale Rolle. Sie haben die moderne klassische Musik entscheidend geprägt und stehen für Minimal Music, klare Strukturen, repetitive Muster, klangliche Tiefe und eine neue Form von Zugänglichkeit. Ihre Musik hat das Hören und Spielen moderner Klaviermusik stark beeinflusst und bildet einen wichtigen Hintergrund für viele spätere Entwicklungen.

Besonders populär ist heute außerdem die Welt des New Classical oder Post-Classical. Hier begegnen sich Klavier, Streicher, Atmosphäre, Wiederholung, reduzierte Harmonik und oft auch elektronische Klangfarben. Zu den bekanntesten Namen dieses Bereichs gehören Ludovico Einaudi, Max Richter, Ólafur Arnalds und Nils Frahm. Ihre Musik verbindet klassische Spielkultur mit moderner Klangästhetik und spricht viele Menschen an, die emotionale, ruhige, filmische oder meditative Klaviermusik lieben.

Dazu kommen weitere wichtige zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler wie Hania Rani, Joep Beving, Hauschka, Dustin O’Halloran, Alexis Ffrench, Lambert, Yiruma und Yann Tiersen. Diese Namen stehen für ganz unterschiedliche Facetten moderner Klaviermusik: von lyrisch und reduziert über rhythmisch und experimentell bis hin zu cineastisch, ambient oder genreübergreifend. Gerade für viele Jugendliche und Erwachsene bildet diese Musik einen idealen Zugang zum Klavier, weil sie emotional unmittelbar wirkt und dennoch musikalisch anspruchsvoll sein kann.

In meinem Klavierunterricht ist deshalb Raum für verschiedene Wege: für klassisches Klavierspiel, für moderne Stücke, für Filmmusik, für Minimal Music, für New Classical, Jazz, Pop und für eigene kreative Zugänge am Instrument. Wer Klavier lernen möchte, soll nicht nur Noten lesen, sondern auch Klang entwickeln, musikalische Zusammenhänge verstehen und einen persönlichen Zugang zum Instrument finden. So entsteht ein Unterricht, der sowohl handwerklich fundiert als auch stilistisch offen ist – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Gängige elektronische Klaviere im Überblick: Digitalpianos für Zuhause, Unterricht und Bühne

Elektronische Klaviere, heute meist Digitalpianos genannt, gehören zu den beliebtesten Tasteninstrumenten für zuhause, für den Unterricht und für flexible musikalische Einsätze. Sie verbinden viele Vorteile eines akustischen Klaviers mit moderner Technik: ein geringeres Platzproblem, regelbare Lautstärke, Kopfhöreranschluss, oft integrierte Lautsprecher, Aufnahmefunktionen und je nach Modell zusätzliche Verbindungen zu Apps, MIDI oder Audio. Die wichtigsten Hersteller in diesem Bereich sind vor allem Yamaha, Roland, Casio, Kawai und in Teilbereichen auch Korg. Typische aktuelle Modellreihen sind bei Yamaha die Serien P, Arius und Clavinova, bei Roland die FP-, F-, RP- und LX-Serien, bei Casio Privia und Celviano sowie bei Kawai die Reihen ES, CN und CA.

Im Einsteigerbereich sind vor allem kompakte, transportable Digitalpianos mit 88 gewichteten Tasten gefragt. Bei Yamaha gehören dazu zum Beispiel das P-145BT, P-225 und P-525. Yamaha beschreibt die P-Serie als kompakte Digitalpianos mit dem Spielgefühl eines vollwertigen Klaviers; das P-225 wird dort ausdrücklich als stilvolles, platzsparendes Modell mit nützlichen Funktionen für das Üben vorgestellt.

Auch Roland ist in diesem Segment sehr stark vertreten. Zu den verbreiteten Modellen zählen das FP-10, FP-30X, FP-60X, FP-90X und das FP-E50. Das FP-10 positioniert Roland als erschwingliches Einstiegsmodell mit 88 Tasten, PHA-4 Standard-Klaviatur und SuperNATURAL Piano-Klang. Die FP-Serie insgesamt steht bei Roland für portable Digitalpianos, die sich sowohl für zuhause als auch für flexiblere Einsätze eignen.

Bei Casio sind im Bereich elektronischer Klaviere besonders die Reihen Privia und Celviano wichtig. Zu den gängigen Privia-Modellen gehören etwa PX-S1100, PX-S3100, PX-S5000 und als designorientierte Topmodelle auch PX-S6000 und PX-S7000. Casio beschreibt die Privia-Serie als schlanke, stilvolle und leichte Digitalpianos, die sich gut in moderne Wohnräume integrieren und gleichzeitig viele praktische Funktionen bieten. Darüber hinaus steht die Celviano-Serie für stärker möbelartige Home-Digitalpianos, während die Celviano Grand Hybrid-Modelle mit echter Hammermechanik und Holztasten besonders nah an das Spielgefühl eines Flügels heranrücken sollen.

Kawai gilt bei vielen Pianistinnen und Pianisten als besonders interessante Marke, wenn es um eine klaviernahe Spielart geht. Die aktuellen Digitalpiano-Reihen umfassen unter anderem die portable ES-Serie, die Home-Pianos der CN-Serie und die hochwertigeren Instrumente der CA-Serie. Kawai nennt aktuell ausdrücklich die Modelle ES, CN und CA als zentrale Linien seiner Digitalpianos; in der Produktübersicht werden unter anderem CN201, CN301, CA401 und CA501 als aktuelle Modelle geführt. Ergänzt wird das System durch Apps wie PianoRemote, mit denen sich viele Funktionen moderner Kawai-Digitalpianos steuern lassen.

Im gehobenen Home-Bereich spielen bei Yamaha vor allem die Serien Arius und Clavinova eine große Rolle. Zu den bekannten Arius-Modellen gehören das YDP-145, YDP-165, YDP-S35 und YDP-S55. Die Clavinova-Reihe ist darüber noch hochwertiger angesiedelt und umfasst unter anderem Modelle der CLP-800-Serie wie CLP-825, CLP-835 oder CLP-885 sowie die CSP-Serie mit appgestütztem Bedienkonzept, etwa CSP-275 und CSP-295. Yamaha beschreibt die Clavinova CLP-Serie als Instrumente, die die Grenze zwischen akustischem und digitalem Klavier verwischen sollen; die CSP-Reihe verbindet dieses Spielgefühl zusätzlich mit Smart-Pianist-Funktionen und lernorientierten Features.

Auch bei Roland gibt es neben den portablen FP-Modellen klassische Home-Digitalpianos mit Möbelcharakter. Dazu gehören zum Beispiel F107, F701, RP107, RP701 sowie die höherwertige LX-Serie mit LX-5, LX-6 und LX-9. Roland beschreibt die LX-Modelle als Upright-Digitalpianos mit Piano Reality Modeling und abgestuften Ausstattungen vom platzsparenden Einstieg bis zum Flaggschiff der Serie. Für viele Familien, Musikschulen und anspruchsvollere Lernende sind solche Modelle interessant, weil sie stärker wie ein „richtiges Klavier“ im Raum wirken und oft ein umfangreicheres Lautsprechersystem mitbringen als portable Pianos.

Korg spielt im klassischen Digitalpiano-Markt eine kleinere, aber dennoch interessante Rolle. In der aktuellen Produktübersicht finden sich unter anderem Liano, LP-380U, SP-280 sowie die hochwertigeren Modelle Poetry und Poetry Magnifique. Korg führt daneben mit XE20 und XE20SP auch sogenannte Digital Ensemble Pianos, also Instrumente an der Schnittstelle zwischen Digitalpiano und Begleitautomatik. Damit ist Korg vor allem für Spieler interessant, die neben dem pianistischen Aspekt auch Entertainer- oder Keyboard-Funktionen schätzen.

Welche elektronischen Klaviere besonders gut geeignet sind, hängt stark vom Ziel ab. Für den Klavierunterricht, den Einstieg zuhause und begrenzten Platz sind portable Modelle wie Yamaha P-145BT, Yamaha P-225, Roland FP-10, Roland FP-30X, Casio PX-S1100 oder Kawai ES-Serie oft sehr interessant. Wer mehr Wert auf Möbeloptik, ein kräftigeres Lautsprechersystem und ein wohnraumtaugliches Erscheinungsbild legt, schaut eher auf Instrumente wie Yamaha Arius, Roland F701, Roland RP107, Casio Celviano oder Kawai CN201/CN301. Wer besonders hohe Ansprüche an Tastatur, Klang und pianistische Feinheiten stellt, landet eher bei Serien wie Yamaha Clavinova, Roland LX, Kawai CA oder Casio Celviano Grand Hybrid.

Damit lassen sich die gängigen elektronischen Klaviere heute grob in drei Gruppen einteilen: portable Digitalpianos, Home-Digitalpianos im Möbelgehäuse und gehobene Hybrid- oder Premium-Digitalpianos. Wichtige aktuelle Modellbezeichnungen, die man in diesem Zusammenhang kennen sollte, sind unter anderem Yamaha P-145BT, P-225, YDP-145, YDP-165, YDP-S35, YDP-S55, CLP-825, CLP-835, CLP-885, CSP-275, Roland FP-10, FP-30X, FP-60X, FP-90X, FP-E50, F107, F701, RP107, RP701, LX-5, LX-6, LX-9, Casio PX-S1100, PX-S3100, PX-S5000, PX-S6000, PX-S7000, Celviano, Kawai ES, CN201, CN301, CA401, CA501 sowie bei Korg Liano, LP-380U, SP-280, Poetry und XE20SP.